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Interdisziplinäre Prävention & Behandlung

Herzlich willkommen in Ihrer Interdisziplinären Zahnmedizinischen Präventionspraxis (IZP) in Bochum!

Unser fachübergreifendes Präventions- und Behandlungskonzept berücksichtigt den Zusammenhang zwischen der Mundgesundheit und dem Gesamtorganismus. Zahn- und Munderkrankungen haben oft Auswirkungen auf andere Krankheiten, gleichzeitig können Allgemeinerkrankungen auch die Mundgesundheit beeinflussen.

Fachübergreifende Betreuung

Da wir stets Ihre Allgemeingesundheit im Blick haben, arbeiten wir mit verschiedenen Fachärzten der Humanmedizin zusammen, um Sie umfassend und optimal betreuen zu können. Unser Ziel ist die Prävention von Zahnverlust und systemischen Erkrankungen durch die gründliche Prophylaxe und die rechtzeitige Therapie parodontaler Erkrankungen.

Systematische Erkrankungen

Parodontitis und die Allgemeingesundheit

Die Parodontitis ist eine chronische, bakterielle Entzündung des Zahnhalteapparates. Die Ursache sind Bakterienstämme, die sich vor allem in den Zahnzwischenräumen und am Zahnfleischrand ansiedeln, sich vermehren, Ablagerungen bilden und schließlich eine Entzündungsreaktion hervorrufen.

Begünstigend auf eine Parodontitis wirken Faktoren wie Stress, eine einseitige Ernährung oder Übergewicht. Studien belegen zudem, dass systemische Erkrankungen wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und rheumatoide Arthritis in direkter Wechselwirkung mit Entzündungen im Mund stehen.

Beide chronischen Erkrankungen beeinflussen sich gegenseitig: Diabetiker haben ein dreifach erhöhtes Risiko, an einer Parodontitis zu erkranken, und eine Parodontitis kann einen vorhandenen Diabetes schwerer einstellbar machen. Zudem haben Parodontitispatienten ein erhöhtes Risiko, an einem Diabetes zu erkranken.

Bakterien können über die Blutbahn bis zum Herz oder zum Gehirn wandern, dort die Arterienwände infizieren und Infarkte auslösen.

Durch die dauerhafte bakterielle Belastung bei einer Parodontitis erhöht sich das Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden, um das Zwei- bis Dreifache. Das Schlaganfallrisiko ist bei Parodontitispatienten sogar um das bis zu Siebenfache erhöht – die Parodontitis ist damit ein größerer Risikofaktor als beispielsweise das Rauchen oder Bluthochdruck.

Eine Parodontitiserkrankung kann die Empfängnisbereitschaft einer Frau beeinträchtigen und die Erfolgsrate einer In-Vitro-Fertilisation herabsetzen. Beim Mann können die Keime die Anzahl der Spermien und deren Beweglichkeit reduzieren. Studien legen auch einen Zusammenhang zwischen der Parodontitis und einer erektilen Dysfunktion nahe.

Bei schwangeren Frauen mit Parodontitis ist das Risiko für eine Frühgeburt um das bis zu Siebenfache erhöht, weil die Bakterien ins Fruchtwasser gelangen und dort zu vorzeiten Wehen führen können.

Ebenso wie die Parodontitis ist die rheumatoide Arthritis eine entzündliche Erkrankung. Bei Parodontitispatienten ist das Risiko, an einer rheumatoiden Arthritis zu erkranken, signifikant erhöht; der Schweregrad einer bestehenden Arthritis wird ebenfalls beeinflusst.

Über die Blutbahn können Parodontitisbakterien zum Gelenk gelangen und durch eine Infektion das künstliche Gelenk und den umgebenden Knochen zerstören, sodass das Gelenk instabil wird. Wenn Antibiotika nicht mehr helfen, besteht die Gefahr, dass das künstliche Gelenk wieder entfernt werden muss.

Erfahren Sie mehr darüber, wie wir eine Parodontitis behandeln.

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